Zum Inhalt springen

Sicherheitsgipfel: Lage vor Beschluss

Offiziell bestätigt sind Einladung und Forderungen. Weitere Maßnahmen werden aktuell nur als Medienbericht geführt.

Lagebild & Umsetzung
Pressemitteilung

9. Februar 2026

Statement zur Sicherheit von Zugpersonal

Statement zur Sicherheit von Zugpersonal

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter hat der Öffentlichkeit auf schmerzhafte Weise vor Augen geführt, welchen Risiken Mitarbeitende im Bahnverkehr ausgesetzt sein können. Dieser Vorfall hat eine neue gesellschaftliche und politische Debatte über den Schutz von Zugpersonal ausgelöst.

Gewalt und Bedrohung sind für viele Zugbegleiter inzwischen Teil ihres Arbeitsalltags geworden – und dürfen dennoch niemals als normal oder unvermeidbar akzeptiert werden. Wer täglich Verantwortung für Sicherheit, Ordnung und Service übernimmt, braucht verlässlichen Schutz und Rückhalt.

Dass der Schutz von Zugpersonal inzwischen auch auf politischer Ebene intensiv diskutiert wird und die Deutsche Bahn einen Sicherheitsgipfel angekündigt hat, ist aus unserer Sicht ein wichtiges Zeichen. Die Einordnung von Zugbegleitern als besonders gefährdete Berufsgruppe sowie der angekündigte Austausch mit verschiedenen Akteuren zeigen, dass es sich um ein strukturelles Thema handelt, das sorgfältige und langfristige Lösungen erfordert.

Aus unserer praktischen Erfahrung im sicherheitsrelevanten Umfeld wissen wir: Wirksamer Schutz entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus klaren Zuständigkeiten, Schulung, organisatorischem Rückhalt und – wo sinnvoll – unterstützender Technologie. Dabei geht es nicht um Symbolik, sondern um Deeskalation, Transparenz und Verlässlichkeit im Ernstfall.

Der angekündigte Sicherheitsgipfel kann einen wichtigen Rahmen bieten, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Erfahrungen aus der Praxis ernsthaft einzubeziehen. Ein solcher Dialog ist Voraussetzung dafür, Lösungen zu entwickeln, die im Arbeitsalltag von Zugbegleitern tatsächlich tragen.